Mitteldeutscher Energieverbund ZUKUNFT

Gemeinsam die Region stärken

Der "Mitteldeutsche Energieverbund ZUKUNFT" ist ein von der GETEC green energy GmbH initiiertes Dachprojekt, mit dem die Energiewende vorangetrieben und der Region Mitteldeutschland Perpektiven für eine Zeit nach den fossilen Brennstoffen gegeben wird.

Der "Mitteldeutsche Energieverbund ZUKUNFT" setzt sich aus den Energieparks Zerbst, Börde, Profen und Amsdorf zusammen. Ziel des Projektes ist eine nachhaltige Energieerzeugung und –speicherung aus Sonne, Wind, Biomasse, Erdwärme, Wasserkraft und Wasserstoff und durch den Einsatz von Schlüsseltechnologien zur Sektorenkopplung. Insbesondere die Windenergieanlagen werden in die innovativen Speicherprojekte integriert und gewährleisten so Netzstabilität und Versorgungssicherheit bei gleichzeitiger Schonung der Ressourcen. Das gesamte Investitionsvolumen der Großprojekte wird bis 2035 einen dreistelligen Millionenbetrag in Euro umfassen.

Energiepark Zerbst

Auf dem ehemaligen Militärflugplatz Zerbst hat GETEC eine Bioraffinerie und in Zusammenarbeit mit Q-Cells (heute Hanwha Q Cells GmbH) einen der größten Solarparks Deutschlands errichtet. Ende 2015 wurde schließlich ein Windpark mit 30 MW Leistung in Betrieb genommen. Damit sind mit Biomethan, Sonnen- und Windenergie drei regenerative Energien an einem Ort vereint.

Neben verstärkter Forschungs- und Entwicklungsaktivität im Bereich der Erneuerbaren Energien ist es künftig das Ziel aus Windenergie grünen Wasserstoff zu produzieren und diesen speicherbar zu machen.  Mit dieser Kombination von mehreren regenerativen Energiequellen, sowie weiterer Projekte soll langfristig die Versorgung sichergestellt und die Schwarzstartfähigkeit ermöglicht werden.

Der Energiepark Zerbst nimmt in Sachsen-Anhalt und über die Landesgrenzen hinaus eine Vorreiterrolle ein. Ziel des Gesamtprojektes ist es, die Forschungslandschaft und die regionale Wirtschaft zu stärken und auf diese Weise den Ruf des Landes Sachsen-Anhalt als Land der regenerativen Energien zu festigen.

Friedliche Nutzung des Militärgeländes

Bereits im Jahr 2011 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes ein Solarpark mit einer Leistung von 46 MW in Betrieb genommen. Das war der erste Schritt zur Nutzung des Areals und zum Aufbau regenerativer Energien am Standort Zerbst. Im April 2014 wurde dann eine Biomethananlage in Betrieb genommen. Diese speist nun jährlich rund 50 Millionen Kilowattstunden klimafreundliches Biomethan ins Erdgasnetz ein. Die Windräder erzeugen bis zu 114 Megawattstunden Strom pro Jahr und damit so viel regenerative Energie, dass damit eine Kleinstadt versorgt werden kann. Der neue Windpark vervollständigt den ganzheitlichen Ansatz der Energieerzeugung aus Biomasse, Wind- und Sonnenkraft.

Im Zuge der Errichtung der Windräder wurden alte Baracken und zerfallene Wohnhäuser auf dem Areal abgerissen. Mit der Sprengung von Schornsteinen und dem fortlaufenden Rückbau vieler alter Wohnblöcke und großer Garagenkomplexe verschwinden nun nach und nach weitere Reste und Hinterlassenschaften der ehemals militärisch genutzten Liegenschaft.

Energiepark Börde

Die Bioraffinerien Niederndodeleben I und II bilden zusammen den Energiepark Börde. Sie sind jeweils für die Erzeugung von bis zu 700 Norm-Kubikmeter Biomethan pro Stunde ausgelegt und können zusammen mehr als 110 Millionen Kilowattstunden Gas pro Jahr liefern. Das entspricht einer Gasleistung von je ca. 7 Megawatt oder einer elektrischen Leistung von je ca. 3 Megawatt. Würde das Biomethan in einem Blockheizkraftwerk genutzt, könnten jeweils rund 5.500 Haushalte mit einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden mit Strom versorgt werden. In Niederndodeleben hatte im März 2014 die zweite Bioraffinerie ihren Betrieb aufgenommen. Ihre „ältere Schwester“ ist seit 2009 am Netz, auch sie wurde von der GETEC green energy GmbH konzipiert. Betreiber ist die Bioraffinerie Magdeburg GmbH.

Energiepark Profen

Das Gebiet um den Braunkohlentagebau Profen soll nicht nur rekultiviert werden, sondern es soll ein moderner, innovativer Energiepark entstehen, in dem regenerative Energien auf der Basis neuer energetischer Konzepte neben traditioneller Land- und Forstwirtschaft zum Einsatz kommen.

Künftig sollen im Energiepark Profen mit Biomethan, Sonnen- und Windenergie alle drei regenerativen Energien zur Stromerzeugung genutzt werden. Dazu wurde bereits in 2012 die Bioraffinerie Elsteraue erbaut. Eine Erweiterung der in 2017 errichteten Windenergieanlagen ist in Aussicht und die Planungen dazu sind aufgenommen.

Durch die Nutzung Erneuerbarer Energien sollen die Netzstabilität und Versorgungssicherheit der Region auch nach dem Braunkohleausstieg gewährleistet werden.

Energiepark Amsdorf

Der Energiepark Amsdorf ist ein weiterer Baustein im Dachprojekt. Ziel ist auch hier eine ebenso naturverträgliche, umweltfreundliche wie auch wirtschaftliche Nachnutzung der Bergbaufolgelandschaft. In Zusammenarbeit mit der ROMONTA Holding GmbH und der GERO Solarpark GmbH wurden an dem Standort bereits Investitionen im Umfang von 200 Mio. Euro getätigt. Mit der Kooperation zum Mitteldeutschen Energieverbund ZUKUNFT gehen die Unternehmen einen Schritt weiter, bei dem der Netzbetrieb für das Areal der ROMONTA und der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land mit einbezogen wird. Im Mai 2016 haben die zwei Unternehmen GETEC green energy und ROMONTA eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit der Übernahme aller Aktien durch die GETEC Energie Holding GmbH, gehört die ROMONTA seit Mai 2020 dem Konzernverbund der GETEC GRUPPE an.

Im Energiepark Amsdorf - der heute noch ein Tagebau ist - sind neben der bereits vorhandenen energetischen und stofflichen Kohlenutzung weitere Projekte wie die Reduzierung des CO2-Ausstosses, Elektrolyse, Erdwärme, Wasserkraft, CO2-Umwandlung, Klärschlammverbrennung, Phosphorrückgewinnung sowie E-Mobilität geplant. Insbesondere die stoffliche Kohlenutzung ist ein wichtiger Baustein für ein ganzheitliches Energiekonzept am Standort Amsdorf. So werden die vor Ort vorhandenen Potenziale ausgeschöpft und die Tagebaulandschaft für eine umweltfreundliche Zukunft umgewandelt.

In der Fachzeitschrift energiespektrum spricht Geschäftsführer Chris Döhring über den Mitteldeutschen Energieverbund ZUKUNFT.

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